Beiträge zum Thema Schreibgeräte

Schreibgeräte Blog, Tips und Tricks

Tips zur Auswahl des richtigen Schreibgerätes

Entscheidungshilfe bei der Auswahl des richtigen Schreibgerätes

Schreiben ist eine sehr persönliche Tätigkeit und die Auswahl des „richtigen“ Schreibgerätes ist dabei von vielen individuellen Faktoren abhängig. Hier finden Sie Tips zur Auswahl des richtigen Schreibgerätes. Wenn Sie bereits sind, etwas mehr Geld für ein hochwertiges Schreibgerät zu investieren, erwarten Sie zurecht, dass Ihnen der Schreiber angenehm in der Hand liegt, sehr gut schreibt und eine lange Nutzungsdauer hat.  Natürlich erwarten Sie auch die für mich selbstverständliche hohe Qualität der Materialien und der handwerklichen Ausführung.

Auf den diversen Kunsthandwerkermärkten biete ich meinen Kunden die Möglichkeit einer Schreibprobe mit meinen Stiften an. Im Internet und in Coronazeiten ist dies leider nicht möglich. Daher möchte ich Ihnen einige Tips geben, wie Sie den für Sie „richtigen“ Schreiber finden, obwohl Sie ihn nur auf Bildern sehen können.

1.  Entscheidung für eine Schreibgeräteart

Es gibt inzwischen eine Vielzahl von verschiednen Schreibgerätearten, die sich grundlegend in der Technik und im Verwendungszweck unterscheiden. Anhand der nachfolgend aufgeführten Eigenschaften können Sie eine Grundauswahl der gewünschten Schreibgeräteart für Ihren Anwendungszweck vornehmen.

Füller

Der klassische Füller, auch Füllhalter oder Füllfederhalter genannt, ist vor allem für Viel- und Schönschreiber geeignet. Zum Schreiben ist kein Druck vonnöten, die Feder gleitet weich und leicht über das Papier. Somit ist das Schreiben mit einem Füller auch weniger anstrengend, da wenig Kraft aufgebracht werden muss. Die Geometrie der Feder ergibt ein automatisch schöneres Schriftbild mit Schwüngen, die unterschiedlich stark in der Strichstärke sind. Die gebräuchliche Tinte (Tintenpatronen, Tintenkonverter oder Kolbenfüller) ist im Allgemeinen mit sog. Tintenkillern entfernbar, somit aber auch nicht dokumentenecht. Sie können zwischen diversen Farben der Tinte wählen und auch wechseln. Von Nachteil ist, dass Füller dazu neigen einzutrocknen, wenn sie längere Zeit nicht benutzt werden.

Kugelschreiber

Kugelschreiber, umgangssprachlich auch Kuli genannt, sind die wohl am meisten verwendeten Schreibgeräte. Sie sind für den täglichen schnellen, unkomplizierten Einsatz konzipiert. Kugelschreiber haben eine Mine mit einer zähen Tintenpaste, die über eine Metallkugel in der Spitze auf das Papier aufgetragen wird. Das Schreiben mit Kugelschreibern bedarf eines gewissen Druckes und ist somit beim Vielschreiben etwas ermüdender. Die Tinte der meisten Kugelschreiberminen ist dokumentenecht und kann nicht mit Tintenkillern gelöscht werden. Der Farbauftrag ist sofort trocken und durch den Druck beim Schreiben können auch Durchschläge beschrieben werden. Das Schriftbild ist ungleichmäßiger und unharmonischer im Vergleich zum Füller.

Tintenroller

Tintenroller, auch Rollerballs genannt, sind quasi eine Mischung aus Füller und Kugelschreiber. Beim Tintenroller wird wasserbasierte Tinte aus einer Tintenmine über eine Metall- oder Keramikkugel in der Spitze auf das Papier aufgebracht. Die Tinte trocknet schnell, da weniger Tinte als beim Füller aufgetragen wird. Das Schriftbild ist gleichmäßig und harmonisch. Die Tintenrollerminen sind allerdings im Vergleich zum Kugelschreiber und Füller deutlich teurer. Ich biete daher auch sog. Patronenroller an, die den Vorteil des Tintenrollers mit den günstigen Nachfüllkosten des Füllers kombinieren. Diese Patronenfüller „Exklusiv“ haben eine Dauerspitze aus einer Keramikkugel und werden mit normalen Tintenpatronen oder Tintenkonvertern betrieben.

Bleistift

Bleistifte sind die optimalen Schreibgeräte, wenn es um kurze Notizen, Skizzen und Zeichnungen geht, vor allem wenn diese auch jederzeit schnell radiert werden sollen. Meine Druck- und Drehbleistifte werden mit Graphitminen betrieben, die sehr kostengünstig nachzufüllen sind und eine hohe Bruchstabilität haben. Diese Graphitminen gibt es in vielen verschiedenen Härtegraden, je nach Geschmack des Anwenders.

2. Messen und Vergleichen

Sicher haben Sie bereits einen oder mehrere Schreibgeräte, mit denen Sie sehr gut zurechtkommen und die Ihnen gut in der Hand liegen. Oft sind dies auch sehr günstige Kunststoffschreiber mit sehr geringer Haltbarkeit. Aber für eine Vorauswahl reicht dies. Messen Sie einfach mal Ihren bisherigen Lieblingsstift und vergleichen Sie die Daten mit den HotzenArt-Produktbeschreibungen (siehe auch die Größenübersichten). Und jetzt stellen Sie sich vor, dass Sie einen Schreiber bekommen werden, der noch besser in der Hand liegt und aufgrund der verwendeten Materialien Holz und Metall ein wesentlich angenehmere Haptik aufweist. Zudem sind meine Schreiber extrem langlebig und nachhaltig.

3. Auswahl der technischen Details

Nachdem Sie die Schreiberart und die für Sie angenehmen Maße gefunden haben, können Sie weitere Eingrenzungen bezgl. der technischen Ausstattungen treffen. Wollen Sie lieber einen Kugelschreiber mit Klick- oder mit Drehmechanismus ? Ist Ihnen beim Füller einen Schraub- oder einen Steckkappe angenehmer ? Wollen Sie lieber ein kurzes, langes, breites oder dünnes Griffstück ? Dies sind durchweg individuelle Entscheidungen, die Sie treffen können.

4. Auswahl des „schönsten“ Holzes und/oder der „schönsten“ Form.

Wenn Sie Ihre Auswahl weiter eingeschränkt haben, steht natürlich die Frage nach dem subjektiv „schönsten“ Holz, der „schönsten Maserung“ oder der „schönsten Form“ im Raum. Wenn Sie nicht fündig werden, können Sie mich jederzeit kontaktieren, ich werde nach Ihren Vorgaben und dem gewünschten Holz den Wunschschreiber für Sie produzieren.

Tipps zur Auswahl des richtigen Schreibgerätes

Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß bei der Auswahl Ihres zukünftigen Lieblingsstiftes, Sie können mich auch gerne für eine persönliche Beratung anrufen.

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Füllsysteme erklärt: Kolbenfüller, Patronenfüller und Tintenkonverter im Vergleich

Füllsysteme erklärt: Kolbenfüller, Patronenfüller und Tintenkonverter im Vergleich

Wer sich intensiver mit Füllhaltern beschäftigt, stößt früher oder später auf die Frage nach dem richtigen Füllsystem. Neben dem klassischen Kolbenfüller und dem weit verbreiteten Patronenfüller gibt es eine flexible Zwischenlösung: den Tintenkonverter.

Doch worin unterscheiden sich diese Systeme – und welches passt zu welchem Schreibstil?

Der Kolbenfüller – klassisches Füllsystem mit Tradition

Ein Kolbenfüller besitzt einen fest integrierten Kolbenmechanismus im Inneren des Füllhalters. Durch Drehen am hinteren Ende wird der Kolben bewegt und saugt Tinte direkt aus dem Tintenfass an.

Exklusiver Kolbenfüller aus Edelstahl und antiker Eiche

Exklusiver Kolbenfüller aus Edelstahl und antiker Eiche

Vorteile eines Kolbenfüllers:

  • große Tintenkapazität

  • klassisches, mechanisches System

  • kein Einwegmaterial

  • besonders ausgewogene Konstruktion

Kolbenfüller gelten als traditionellste und hochwertigste Form des Füllhalters. Sie sind ideal für Vielschreiber und Menschen, die bewusst mit Tinte aus dem Glas arbeiten möchten.

Der Patronenfüller – unkompliziert und flexibel

Patronenfüller nutzen austauschbare Tintenpatronen. Diese werden einfach eingesetzt und bei Bedarf ersetzt.

Tintenkonverter im HotzenArt Füller

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorteile eines Patronenfüllers:

  • sofort einsatzbereit

  • sauberer Wechsel

  • ideal für unterwegs

  • wartungsarm

Für Einsteiger oder Nutzer, die unkompliziert schreiben möchten, ist der Patronenfüller eine praktische Lösung.

Der Tintenkonverter – die flexible Zwischenlösung

Ein Tintenkonverter wird in einen Patronenfüller eingesetzt und ersetzt die Einwegpatrone. Er enthält einen kleinen Kolbenmechanismus und wird direkt aus dem Tintenfass befüllt.

Damit verbindet er zwei Welten:

  • die Flexibilität eines Patronenfüllers

  • mit der Nachhaltigkeit des Kolbenprinzips

Vorteile eines Tintenkonverters:

  • Nutzung beliebiger Tinten aus dem Glas

  • größere Farbauswahl

  • weniger Einwegpatronen

  • austauschbar und leicht zu reinigen

Die Tintenkapazität ist meist etwas geringer als bei einem echten Kolbenfüller, dafür bleibt das System flexibel.

Kolbenfüller vs. Patronenfüller mit Konverter

Merkmal Kolbenfüller Patronenfüller + Konverter
Mechanik fest integriert austauschbar
Tintenkapazität größer etwas geringer
Reinigung aufwendiger einfacher
Flexibilität klassisch sehr flexibel

Wer Wert auf mechanische Eleganz und hohe Kapazität legt, wählt einen Kolbenfüller.
Wer flexibel bleiben möchte, kombiniert Patronenfüller mit Tintenkonverter.

Nachhaltigkeit im Blick

Tintenkonverter reduzieren Einwegpatronen erheblich. Wer regelmäßig schreibt, vermeidet damit unnötigen Kunststoffverbrauch und erweitert gleichzeitig die Auswahl an Tintenfarben.

Gerade bei hochwertigen Füllhaltern ist das eine sinnvolle und nachhaltige Lösung.


Fazit: Das richtige System ist eine Frage der Nutzung

  • Kolbenfüller → für Vielschreiber und Liebhaber klassischer Mechanik

  • Patronenfüller → für unkomplizierten Alltag

  • Tintenkonverter → für flexible, nachhaltige Nutzung

Entscheidend ist nicht, welches System „besser“ ist – sondern welches zum eigenen Schreibverhalten passt.

➡️ Entdecken Sie unsere handgemachten Füllhalter und finden Sie das passende Füllsystem.

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Ebonit vs. Kunststoff – welches Material ist wirklich besser für Schreibgeräte?

Ebonit vs. Kunststoff – welches Material ist wirklich besser für Schreibgeräte?

Viele moderne Schreibgeräte bestehen heute aus Kunststoff. Er ist günstig, vielseitig formbar und leicht zu verarbeiten. Gleichzeitig erlebt ein klassisches Material eine stille Renaissance: Ebonit.

Doch worin unterscheiden sich Ebonit und Kunststoff wirklich? Und welches Material eignet sich besser für hochwertige Schreibgeräte?

Was ist Kunststoff im Schreibgerätebau?

Kunststoff ist ein Sammelbegriff für viele unterschiedliche Werkstoffe. Im Schreibgerätebereich wird er häufig eingesetzt, weil er:

  • kostengünstig ist

  • gleichbleibend produziert werden kann

  • sich leicht färben und formen lässt

Für Alltagsprodukte ist Kunststoff funktional und zweckmäßig. Bei hochwertigen Schreibgeräten stößt er jedoch an Grenzen – vor allem beim Schreibgefühl.

Was ist Ebonit?

Ebonit ist ein hartvulkanisierter Naturkautschuk und gehört zu den klassischen Materialien im hochwertigen Füllhalterbau. Lange bevor moderne Kunststoffe verbreitet waren, wurde Ebonit für Griffstücke und Korpusse verwendet – aus gutem Grund.

Ebonit ist kein Ersatzmaterial, sondern eine bewusste Materialwahl.

Schreibgefühl: der entscheidende Unterschied

Der größte Unterschied zeigt sich sofort in der Hand.

Kunststoff:

  • oft glatt

  • kann rutschig werden

  • fühlt sich kühl an

  • wenig Rückmeldung beim Schreiben

Ebonit:

  • warm und griffig

  • rutschfest ohne Beschichtung

  • matte, natürliche Oberfläche

  • ruhiges, kontrolliertes Schreibgefühl

Gerade bei längeren Schreibphasen empfinden viele Vielschreiber Ebonit als deutlich angenehmer.

Haptik & Kontrolle statt Oberflächenglanz

Viele Kunststoff-Schreibgeräte setzen auf Hochglanz oder Beschichtungen. Diese sehen neu gut aus, nutzen sich aber mit der Zeit ab oder werden ungleichmäßig.

Ebonitfüller von HotzenArt

Ebonit benötigt keine zusätzliche Beschichtung. Die Materialoberfläche ist von Natur aus griffig und bleibt es auch über Jahre hinweg. Kleine Veränderungen gehören zur natürlichen Alterung und verleihen dem Schreibgerät Charakter.

Langlebigkeit & Reparierbarkeit

Hochwertige Schreibgeräte sollen begleiten, nicht ersetzt werden.

Kunststoff:

  • kann spröde werden

  • ist oft schwer reparierbar

  • wird bei Beschädigung meist ersetzt

Ebonit:

  • sehr langlebig

  • stabil und formbeständig

  • gut nachbearbeitbar

  • bewährt über Jahrzehnte

Gerade im Zusammenspiel mit präziser Technik entsteht so ein Schreibgerät mit langfristigem Wert.

Für wen eignet sich welches Material?

Kunststoff ist sinnvoll für:

  • Einsteiger

  • gelegentliche Nutzung

  • leichte, unkomplizierte Schreibgeräte

Ebonit ist ideal für:

  • Vielschreiber

  • Liebhaber klassischer Schreibgeräte

  • Menschen mit Anspruch an Schreibgefühl

  • Käufer langlebiger, hochwertiger Produkte


Fazit: Material ist keine Nebensache

Ebonit und Kunststoff erfüllen unterschiedliche Zwecke. Kunststoff ist funktional und praktisch. Ebonit dagegen ist ein Material für Menschen, die schreiben – nicht nur unterschreiben.

Wer Wert auf Kontrolle, Haptik und langfristigen Komfort legt, spürt den Unterschied sofort.

➡️ Entdecken Sie unsere handgemachten Ebonit-Schreibgeräte und erleben Sie, warum dieses Material seit Generationen geschätzt wird.

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Lignissimum Füller – handgefertigte Holzfüller mit Charakter

Lignissimum Füller – handgefertigte Holzfüller mit Charakter 1Lignissimum Füller – handgefertigte Holzfüller mit Charakter

Ein Schreibgerät wie kein anderes

Wer einen handgemachten Füllfederhalter sucht, der nicht nur schreibt, sondern auch Geschichten erzählt, wird bei den Lignissimum Füllern fündig. Jeder Füller entsteht in traditioneller Handarbeit – aus edlem Holz, mit viel Liebe zum Detail gefertigt und plastikfrei verarbeitet.

Der Name Lignissimum leitet sich vom lateinischen lignum – Holz – ab. Er steht für die Verbindung von Natur, Handwerk und Schreibkultur.

Holzfüller – jedes Stück ein Unikat

Holz macht den Unterschied: Ob Nussbaum, Olive, Kirschbaum oder Mooreiche – jede Holzart bringt ihre eigene Maserung, Farbe und Ausstrahlung mit. Dadurch ist jeder Lignissimum Füller ein echtes Unikat, das niemand sonst besitzt.

Das Holz wird sorgfältig ausgewählt, über Jahre hinweg gelagert und anschließend von Hand bearbeitet. Mit natürlichen Ölen und Wachsen veredelt, entsteht eine Oberfläche, die nicht nur schön aussieht, sondern sich auch wunderbar anfühlt.

👉 Ein Lignissimum ist also weit mehr als ein Schreibgerät – er ist ein Stück Natur in der Hand.

Warum ein Lignissimum Füller?

  • Handgefertigt – jeder Füller wird einzeln hergestellt, kein Massenprodukt

  • Nachhaltig & plastikfrei – langlebige Materialien statt Wegwerfmentalität

  • Luxuriöse Qualität – hochwertige Federn für fließendes Schreiben

  • Ergonomisch – perfekt ausbalanciert, angenehm auch bei längeren Texten

  • Individuell – jede Maserung ist einzigartig, auf Wunsch mit Personalisierung

Ein Füllfederhalter aus Holz ist nicht nur praktisch, sondern auch ein stilvolles Accessoire – ob im Büro, beim kreativen Schreiben oder als besonderes Geschenk.

Ein exklusives Geschenk

Ein Lignissimum eignet sich perfekt als:

  • Geschenk zum Jubiläum oder Geburtstag

  • Hochwertige Aufmerksamkeit für Geschäftspartner

  • Persönlicher Begleiter für Schreibbegeisterte

  • Erinnerung für besondere Momente

Jeder Füller wird mit Zertifikat ausgeliefert – ein Geschenk, das bleibt.

Nachhaltigkeit als Haltung

Bei Lignissimum bedeutet Nachhaltigkeit mehr als nur ein Schlagwort:

  • Kein Plastik – weder im Füller noch in der Verpackung

  • Regionale & verantwortungsvolle Holzauswahl

  • Reparierbar & langlebig – ein Füller fürs Leben statt für den Moment

So entsteht ein Schreibgerät, das nicht nur Freude macht, sondern auch Werte verkörpert.


Fazit: Ein Füller für Menschen, die das Besondere suchen

Die Lignissimum Füller sind die ideale Wahl für alle, die Wert auf Handwerkskunst, Nachhaltigkeit und Individualität legen. Jeder Füller ist ein Unikat – gefertigt für Menschen, die mit Stil schreiben und ihre Persönlichkeit auch in der Handschrift ausdrücken möchten.

👉 Entdecke jetzt die Kollektion der Lignissimum Holzfüller  und finde dein persönliches Unikat.

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Warum analoge Schreibgeräte heute wieder an Bedeutung gewinnen

Warum analoge Schreibgeräte heute wieder an Bedeutung gewinnen

In einer Zeit, in der vieles digital, schnell und flüchtig ist, erleben analoge Schreibgeräte eine stille Rückkehr. Füllhalter, Kugelschreiber, Patronenroller und Bleistifte werden wieder bewusst genutzt – nicht aus Nostalgie, sondern aus Überzeugung.

Denn Schreiben mit der Hand ist mehr als Informationsübertragung. Es ist ein bewusster Akt.

Schreiben entschleunigt

Handschrift zwingt zur Langsamkeit. Gedanken müssen sortiert werden, bevor sie aufs Papier kommen. Genau darin liegt der Wert:
Wer mit einem hochwertigen Schreibgerät schreibt, schreibt bewusster.

Viele Menschen berichten, dass sie sich beim handschriftlichen Schreiben besser konzentrieren, Inhalte tiefer verarbeiten und klarer denken. Das gilt für Notizen, Skizzen ebenso wie für persönliche Texte.

Haptik statt Glasoberfläche

Digitale Geräte sind glatt, uniform und emotionslos. Ein handgemachtes Schreibgerät aus Holz fühlt sich anders an: warm, individuell, lebendig.
Die Maserung, das Gewicht, die Balance – all das macht Schreiben wieder spürbar.

Gerade hochwertige Materialien wie Holz oder Ebonit verändern die Beziehung zum Werkzeug. Man hält kein Wegwerfprodukt in der Hand, sondern einen Begleiter.

Qualität statt Austauschbarkeit

Viele analoge Schreibgeräte sind heute Massenware: billig, austauschbar, kurzlebig. Dem gegenüber stehen handgefertigte Schreibgeräte, die auf Langlebigkeit ausgelegt sind.

Ein gutes Schreibgerät:

  • funktioniert zuverlässig

  • lässt sich reparieren

  • altert würdevoll

  • gewinnt mit der Zeit an Charakter

Das entspricht einem bewussteren Konsumverständnis – weg vom Ersetzen, hin zum Bewahren.

Unterschiedliche Schreibgeräte für unterschiedliche Momente

Analoge Schreibgeräte sind nicht „entweder oder“, sondern situativ:

  • Füllhalter stehen für Schreibkultur, Konzentration und Ruhe

  • Kugelschreiber sind verlässliche Alltagsbegleiter

  • Patronenroller verbinden flüssiges Schreiben mit Einfachheit

  • Bleistifte und Druckbleistifte eignen sich ideal für Skizzen, Notizen und kreatives Arbeiten

Die bewusste Wahl des Schreibgeräts wird Teil des Schreibprozesses.

Schreiben als persönlicher Ausdruck

Handschrift ist individuell. Sie trägt Persönlichkeit, Stimmung und Haltung. In einer Welt standardisierter Schriftarten wird sie wieder zum Ausdruck des Eigenen.

Ein hochwertiges, handgemachtes Schreibgerät unterstützt genau das:
Es drängt sich nicht in den Vordergrund, sondern lässt Raum für den Menschen, der schreibt.


Fazit: Weniger, aber besser

Die Rückkehr analoger Schreibgeräte ist kein Trend, sondern ein Bedürfnis. Ein Bedürfnis nach Entschleunigung, Qualität und Materialehrlichkeit.

Wer sich bewusst für ein hochwertiges Schreibgerät entscheidet, entscheidet sich nicht gegen Technik – sondern für Aufmerksamkeit, Ruhe und Beständigkeit.

➡️ Entdecken Sie unsere handgemachten Schreibgeräte aus Holz und erleben Sie Schreiben wieder als bewussten Moment.

Kundenfragen, Schreibgeräte Blog

Oberflächenbehandlung bei Holzschreibgeräten

Die Oberflächenbehandlung meiner Holzschreibgeräte

In letzter Zeit bin ich mehrfach gefragt worden, warum meine Holzschreibgeräte teilweise lackiert, teilweise mit Öl und Wachs und andere gar nicht Oberflächenbehandelt sind. Die Antwort ist nicht einfach, da dieses Thema sehr komplex ist. Daher versuche ich das Thema schrittweise zu erläutern.

Warum überhaupt eine Oberflächenbehandlung?

Holz ist ein Naturprodukt, das sehr vielfältige Eigenschaften haben kann. Es kann hart, weich, grobfaserig, feinfaserig, saugend und teilweise sogar wasserabweisend etc. sein. Je nach Holzart ist also auch der Schutz der Oberfläche unterschiedlich zwingend oder nicht.

Eine Oberflächenbehandlung des Holzes wird vor allem durchgeführt, um die Holzoberfläche von äußeren Einflüssen, wie Schmutz, Hautfettsäure oder Stößen zu schützen. Ein weiteres gewichtiges Argument für eine Oberflächenbehandlung ist natürlich, dass die meisten Kunden ihr wertvolles Holzschreibgerät auch in ein paar Jahren in möglichst einwandfreiem Zustand erhalten möchten.

Die Entscheidung zur Wahl der Oberflächenbehandlung meiner Schreibgeräte erfolgt stufenweise.

  1. Wie sind die Holzeigenschaften, läßt es die Holzart zu, nicht behandelt zu werden ?
    1. bei weichem Holz, wie z.B. Tanne wäre die Oberfläche nach kurzer zeit verkratzt und „verdellert“, daher wähle ich eine Oberflächenbehandlung mit stabilisierendem Effekt (meistens Lack).
    2. bei hartem Holz wie z.B. Eibe kann man ggfls. auf eine stabilisierende Oberfläche verzichten, da das Holz unempfindlicher ist
  2. Wie verfärbt sich das Holz im Laufe der Zeit, gefällt mir das Ergebnis ?
    1. Holz dunkelt im Allgemeinen im Laufe der Zeit aufgrund von UV-Einstrahlung nach. Manche Hölzer erleben dadurch eine echte Aufwertung, andere Holzarten werden unansehnlich (dies sind natürlich meine eigenen Geschmacksmaßstäbe, die ich hier anlege). Manche Obsthölzer, wie z.B. Apfelbaum können im Laufe der Zeit ein graubraune, sehr unschöne Färbung entwickeln, wenn sie nicht behandelt werden. Eibe und Kirschbaum z.B. werden im Laufe der Zeit immer schöner (dunkler und wärmer).
    2. Die Oberflächenbehandlung mit Lack, bzw. Öl und Wachs verzögert, bzw. verhindert teilweise die Verfärbung des Holzes.
  3. Spielt der Eigengeruch des Holzes eine Rolle für das Produkt ?
    1. Bei zwei Holzarten bin ich immer wieder am Hadern, ob ich die Schreibgeräte mit einer Oberflächenbehandlung versehe oder nicht. Wacholder und Zirbe. Beide Hölzer haben einen intensiven, sehr markanten Duft, den ich sehr liebe. Da ich mich oft nicht entscheiden kann, stelle ich Schreibgeräte aus Wacholder und Zirbe sowohl mit, als auch ohne Oberflächenbehandlung her.
  4. Was wünschen meine Kunden ?
    1. Viele Kunden erwarten ein makelloses Schreibgerät, das auch nach Jahren so aussieht wie am ersten Tag. Dies erreiche ich nur, indem ich die Schreibgeräte mit sehr hochwertigen, umweltverträglichen, Hautfettsäure verträglichen Lacken behandle.
    2. Einige Kunden wünschen sich Schreibgeräte vollständig ohne Oberflächenbehandlung, diesen biete ich meine Schreibgeräte mit entsprechenden Holzsorten an, die dies auch zulassen.
    3. Einige Kunden wünschen sich ausdrücklich Schreibgeräte ohne Lackierung, um das optimale Holzfeeling zu erhalten. Hier biete ich gerne die Oberflächenbehandlung mit natürlichen Drechslerölen an, die einen guten Oberflächenschutz bieten, ohne die Oberflächenhaptik zu beeinflussen. Diese Schreibgeräte sind gut geschützt, bilden aber im Laufe der Zeit eine natürliche Patina, die durchaus ansprechend ist.Oberflächenbehandlung bei Holzschreibgeräten 3

Hier noch ein paar Anmerkungen zur Oberflächenbehandlung meiner Holzschreibgeräte:

  • Bei mir erhalten Sie keine Schreibgeräte, die sich wie Kunststoff anfühlen – mir ist wichtig, immer den eigentlichen Holzcharakter zu erhalten. Holz fühlt sich gerade bei Schreibgeräten warm und seidig an, eine übertriebene Lackierung mit zu vielen Schichten Lack verhindert dies. Ich lackiere meine Schreibgeräte in 3 sehr dünnen Schichten mit UV- und Hautfett beständigem Lack, meistens in seidenmatt. Durch die Zwischenschliff ist die Lackdicke daher nur so stark, wie wirklich nötig, die Holzhaptik bleibt dabei weitgehend erhalten.
  • Bei Schreibgeräten aus Hölzern mit außergewöhnlichen Ausprägungen (Asteinschlüsse, Übergänge weicher und harten Holzschichten etc.) arbeite ich diese Besonderheiten heraus. Dies erfolgt dann durch ein finales  „händisches“ Schleifen der Schreibgeräte. So erhalten die Schreibgeräte eine lebendige Oberfläche, teilweise auch mit unterschiedlichen Höhen- und Tiefen.
    Holzschreibgeräte von HotzenArt Details

    Holzschreibgeräte von HotzenArt Details

    Oberflächenbehandlung bei Holzschreibgeräten 4