Tipps zur Auswahl Ihres zukünftigen Lieblingsschreibers

Die Wahl des „richtigen“ Schreibgerätes

Schreiben ist eine sehr persönliche Tätigkeit und die Auswahl des “richtigen” Schreibgerätes ist dabei von vielen individuellen Faktoren abhängig. Wenn Sie bereits sind, etwas mehr Geld für ein hochwertiges Schreibgerät zu investieren, erwarten Sie zurecht, dass Ihnen der Schreiber angenehm in der Hand liegt, sehr gut schreibt und eine lange Nutzungsdauer hat.  Natürlich erwarten Sie auch die für mich selbstverständliche hohe Qualität der Materialien und der handwerklichen Ausführung.

Auf den diversen Kunsthandwerkermärkten biete ich meinen Kunden die Möglichkeit einer Schreibprobe mit meinen Stiften an. Im Internet und in Coronazeiten ist dies leider nicht möglich. Daher möchte ich Ihnen einige Tips geben, wie Sie den für Sie “richtigen” Schreiber finden, obwohl Sie ihn nur auf Bildern sehen können.

1.  Entscheidung für eine Schreiberart

Es gibt inzwischen eine Vielzahl von verschiednen Schreiberarten, die sich grundlegend in der Technik und im Verwendungszweck unterscheiden. Anhand der nachfolgend aufgeführten Eigenschaften können Sie eine Grundauswahl der gewünschten Schreiberart für Ihren Anwendungszweck vornehmen.

Füller

Der klassische Füller, auch Füllhalter oder Füllfederhalter genannt, ist vor allem für Viel- und Schönschreiber geeignet. Zum Schreiben ist kein Druck vonnöten, die Feder gleitet weich und leicht über das Papier. Somit ist das Schreiben mit einem Füller auch weniger anstrengend, da wenig Kraft aufgebracht werden muss. Die Geometrie der Feder ergibt ein automatisch schöneres Schriftbild mit Schwüngen, die unterschiedlich stark in der Strichstärke sind. Die gebräuchliche Tinte (Tintenpatronen, Tintenkonverter oder Kolbenfüller) ist im Allgemeinen mit sog. Tintenkillern entfernbar, somit aber auch nicht dokumentenecht. Sie können zwischen diversen Farben der Tinte wählen und auch wechseln. Von Nachteil ist, dass Füller dazu neigen einzutrocknen, wenn sie längere Zeit nicht benutzt werden.

Kugelschreiber

Kugelschreiber, umgangssprachlich auch Kuli genannt, sind die wohl am meisten verwendeten Schreibgeräte. Sie sind für den täglichen schnellen, unkomplizierten Einsatz konzipiert. Kugelschreiber haben eine Mine mit einer zähen Tintenpaste, die über eine Metallkugel in der Spitze auf das Papier aufgetragen wird. Das Schreiben mit Kugelschreibern bedarf eines gewissen Druckes und ist somit beim Vielschreiben etwas ermüdender. Die Tinte der meisten Kugelschreiberminen ist dokumentenecht und kann nicht mit Tintenkillern gelöscht werden. Der Farbauftrag ist sofort trocken und durch den Druck beim Schreiben können auch Durchschläge beschrieben werden. Das Schriftbild ist ungleichmäßiger und unharmonischer im Vergleich zum Füller.

Tintenroller

Tintenroller, auch Rollerballs genannt, sind quasi eine Mischung aus Füller und Kugelschreiber. Beim Tintenroller wird wasserbasierte Tinte aus einer Tintenmine über eine Metall- oder Keramikkugel in der Spitze auf das Papier aufgebracht. Die Tinte trocknet schnell, da weniger Tinte als beim Füller aufgetragen wird. Das Schriftbild ist gleichmäßig und harmonisch. Die Tintenrollerminen sind allerdings im Vergleich zum Kugelschreiber und Füller deutlich teurer. Ich biete daher auch sog. Patronenroller an, die den Vorteil des Tintenrollers mit den günstigen Nachfüllkosten des Füllers kombinieren. Diese Patronenfüller “Exklusiv” haben eine Dauerspitze aus einer Keramikkugel und werden mit normalen Tintenpatronen oder Tintenkonvertern betrieben.

Bleistift

Bleistifte sind die optimalen Schreibgeräte, wenn es um kurze Notizen, Skizzen und Zeichnungen geht, vor allem wenn diese auch jederzeit schnell radiert werden sollen. Meine Druck- und Drehbleistifte werden mit Graphitminen betrieben, die sehr kostengünstig nachzufüllen sind und eine hohe Bruchstabilität haben. Diese Graphitminen gibt es in vielen verschiedenen Härtegraden, je nach Geschmack des Anwenders.

2. Messen und Vergleichen

Sicher haben Sie bereits einen oder mehrere Schreibgeräte, mit denen Sie sehr gut zurechtkommen und die Ihnen gut in der Hand liegen. Oft sind dies auch sehr günstige Kunststoffschreiber mit sehr geringer Haltbarkeit. Aber für eine Vorauswahl reicht dies. Messen Sie einfach mal Ihren bisherigen Lieblingsstift und vergleichen Sie die Daten mit den HotzenArt-Produktbeschreibungen (siehe auch die Größenübersichten). Und jetzt stellen Sie sich vor, dass Sie einen Schreiber bekommen werden, der noch besser in der Hand liegt und aufgrund der verwendeten Materialien Holz und Metall ein wesentlich angenehmere Haptik aufweist. Zudem sind meine Schreiber extrem langlebig und nachhaltig.

3. Auswahl der technischen Details

Nachdem Sie die Schreiberart und die für Sie angenehmen Maße gefunden haben, können Sie weitere Eingrenzungen bezgl. der technischen Ausstattungen treffen. Wollen Sie lieber einen Kugelschreiber mit Klick- oder mit Drehmechanismus ? Ist Ihnen beim Füller einen Schraub- oder einen Steckkappe angenehmer ? Wollen Sie lieber ein kurzes, langes, breites oder dünnes Griffstück ? Dies sind durchweg individuelle Entscheidungen, die Sie treffen können.

4. Auswahl des “schönsten” Holzes und/oder der “schönsten” Form.

Wenn Sie Ihre Auswahl weiter eingeschränkt haben, steht natürlich die Frage nach dem subjektiv “schönsten” Holz, der “schönsten Maserung” oder der “schönsten Form” im Raum. Wenn Sie nicht fündig werden, können Sie mich jederzeit kontaktieren, ich werde nach Ihren Vorgaben und dem gewünschten Holz den Wunschschreiber für Sie produzieren.

 

So können Sie annähernd sicher sein, den für Sie optimalen Schreiber zu finden und nicht enttäuscht zu werden. Wenn Sie dann wider Erwarten doch nicht mit dem gelieferten Schreibgerät zufrieden sein sollten, können Sie dieses innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen auf Basis des geltenden Widerrufsrechtes zurückgeben (Ihr Widerrufsrecht)

Nun wünsche ich Ihnen viel Spaß bei der Auswahl Ihres zukünftigen Lieblingsstiftes, Sie können mich auch gerne für eine persönliche Beratung anrufen.